Update: „Fireblade Force Festival“ in Zwönitz!

Änderung. Das Festival wird nun doch nicht im vogtländischen Neustadt auf dem Militärgelände stattfinden. Neuer Veranstaltungsort wird die Lokalität „Wind“ in Zwönitz – erneut offen für NS-Black Metal, Grauzone und Black Metal Bands aller Couleur. Erst am 26. März 2010 fand ein ähnliches Festival, das „Ritual of a thousand knives“ mit einschlägigen Bands in diesem Club statt. Es kann kein Zufall sein, dass der Betreiber des „Wind“ Heiko Rothe seine Räumlichkeiten erneut für Björn Eichhorn und seine Crew zur Verfügung stellt. Sei es aus schlicht wirtschaftlichen Gesichtspunkten oder aus Faszination gegenüber dem okkulten Flair.

Etwas verwirrt könnten die interessierten SchwarzmetallerInnen aufgrund der unterschiedlichen Bandankündigungen gewesen sein. War noch anfangs neben „Horna“ auch „Corpus Christii“ angekündigt, fehlen diese beiden NS-Black Metal Bands nun im Line-up. Ohne sie gäbe es nur 18 der 20 geplanten Acts.

erster Flyer:

zweiter Flyer:

Die BetreiberInnen des einzigen in der Nähe befindlichen Campingplatzes (Geyer) wurden bereits über die möglichen Gäste und deren Gepflogenheiten informiert.

Trotz Differenzen zum Extremismusdiskurs dokumentieren wir einige Informationen vom Infoblog “fight fascism“ über einen Teil der Bands die zum diesjährigem „Fireblade Force Festival“ spielen sollen:

Der Frontmann der finnischen Band „Horna“, die über zahlreiche Berührungspunkte zum Rechtsextremismus verfügt, bekannte sich ganz offen zum Nationalsozialismus.
„Dagon“, ein Mitglied der US-amerikanischen Band „Inquisition„, die bereits 2007 beim „Fireblade Force“ auftrat, fällt durch antisemitische und homophobe Interview-Aussagen auf, zB: „Ich bin ein verheirateter Mann und habe dunkle Gedanken wie Juden, Christen und andere Insekten zu töten …“
Auch das einzige ständige Mitglied der Band „Corpus Christii„, „Nocturnus Horrendus“, findet positive Seiten am Nationalsozialismus: „Ich bin kein Nazi, ich bewundere einfach die okkulte Seite des Nazismus, das ist alles. Sie haben einigen Seelen in die Hölle verholfen, dafür muss ich ihnen danken.“ Die Band „Morte Incandescente“, in der „Nocturnus“ auch aktiv ist, bildete auf ihrer Homepage ein abgewandeltes Hakenkreuz ab.
Die Band „Forgotten Darkness“ bewegt sich ebenfalls im rechtsextremen Dunstkreis, zB trat sie 2005 bei einem Konzert mit den neonazistischen Bands „Nokturnal Mortum“ und „T.H.O.R.“ auf.
Das einzige ständige Mitglied der Band „Baptism“, „Lord Sargofagian“, wirkt auch als Schlagzeuger der NS-Black Metal-Band „Satanic Warmaster“, weiters ist er auch bei „Horna“ und bei den neonazistischen Black Metal-Projekten „Trotzreich“ und „Ymir“ aktiv. „Trotzreich“ verwenden in ihrem Band-Logo u.a. ein Hakenkreuz und SS-Runen.

Der deutschen Band „Andras“ wird Offenheit zum Rechtsextremismus sowie mangelnde Distanzierung vorgeworfen. „Occulta Mors“, der bis 2005 Mitglied bei „Andras“ aktiv war, und „Andras“-Mitglied „Shardik“ sind bzw. waren in der NSBM-Band „Totenburg“ bzw. in der umstrittenen Band „Nachtfalke“  aktiv, „Occulta Mors“ tätigte im Zusammenhang mit „Nachtfalke“ rechtsextreme Aussagen und wurde aus der Band „Lyssa“ entlassen, weil er bei ihren Auftritten den Arm zum Hitlergruß  hob und die Musiker „keine Nazis in ihrer Band“ wollten. Die Musiker von „Andras“ betonen, stolz auf die eigene Heimat zu sein, die Musik aber mit keinerlei politische Aussagen zu verbinden. Ungeachtet dessen verwendeten sie im Intro ihres Albums „…Of Old Wisdom“ das Gedicht „Ewiger Wald – Ewiges Volk“ aus dem nationalsozialistischen Blut-und-Boden-Film „Ewiger Wald“ von 1936.
Die Gruppe „Dies Ater“ verabschiedete sich in einem Interview mit den Worten: “Heil an unsere Freunde aus dem Reich”. Wer diese Freunde sind, wird deutlich bei einem Blick in das Inlay der Mitte 2000 veröffentlichten CD “Through Weird Woods”, die problemlos auch bei größeren Handelsketten erworben werden kann. Dort wird neben Hendrik Möbus’ „Darker Than Black Records“ auch die NS-Black-Metal-Band „Totenburg“ gegrüßt. Darüber hinaus wird im Black-Metal-Magazin Legacy berichtet, wie „Dies Ater“ eine Coverversion des Songs “Jew Clan” der nicht minder umstrittenen Band „Vilkates“ mit antisemitischen Äußerungen ankündigten. Zwei Mitglieder von „Dies Ater“ spielen zusammen mit Sven Zimper von „Absurd“ in der Band „Cryogenic“. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen Mitglieder von „Dies Ater“ darüber hinaus auch in der konspirativ agierenden Neonazi-Band „Schiffbruch 88″, die mit Lied-Titeln wie „Heil Satan, Heil Hitler“ oder „Auschwitz Polka“ aufwartet, aktiv sein.
„Forgotten Tomb„-Frontmann „Herr Morbid“ schimpfte in einem Interview über ein virtuelles Auktionshaus: „Dieses E-Gay ist ein verdammtes jüdisches Geschäft“. Ein gemeinsamer Auftritt der Band mit der Gruppe „Absurd“ im Jahr 2005 unterstreicht die einschlägige Orientierung der Band.

Weitere Informationen zum „Fireblade Force Festival“ in Lichtenstein/Sa. veranstaltet von Björn Eichhorn.

2009

2008