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Offener Brief an den Betreiber Heiko Rothe vom „Wind“ in Zwönitz

Bezugnehmend auf ihre Antwort, dass in ihren Räumlichkeiten am 26. März 2010 „…keine Veranstaltung geplant“ ist, möchten wir sie nochmals mit einigen Fakten zum besagtem NSBM-Konzert konfrontieren auch wenn es sich „nur“ um eine Konzerteinmietung handeln sollte. Zu ihrer nicht zweifelsfreien Aussage kommt hinzu, dass neben einem offiziellen Flyer der für dieses Konzert im „Wind“ wirbt auf mehreren Internetblogs ebenfalls für diese Veranstaltung geworben wird. In einem Blog des „Gleis 3“ aus Annaberg-B. heißt es: “Das Konzert mit Taake (Nor) + Horna (Fin) + Angantyr (Dk) + Ofermod (Swe) + Vorkreist (Fra) + Black Shore (Ger) wird in den „Wind“ nach Zwönitz verlegt, der Besuchern und Bands mehr Platz bietet.“1 Die Betreiber des Annaberger „Gleis 3“ haben bereits in der Vergangenheit mehrere Konzerte mit Bands aus der NSBM-und Nazi-Szene durchgeführt.2
Da im Moment nichts danach aussieht, dass sie damit nichts zu tun haben, gehen wir davon aus, dass es am Abend des 26. März im „Wind“ dieses Konzert mit Nationalsozialistischen Black Metal Bands stattfindet. Sowie mit Bands, die der Grauzone, deren Übergänge von „unpolitisch“ zu „patriotisch“ bis hin zu „nationalistisch“ fließend sind, zuzurechnen sind. Wenn NS-Symbolik, Hitlergrüße oder die dazu übliche Propaganda ob nun von auftretenden Bands oder aus dem Publikum heraus gezeigt und geduldet werden, trotz dessen, dass diese vielleicht bei manch einem verpönt sind, tragen Sie, Heiko Rothe, mit dazu bei, dass nationalistisches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut sowie rechte Ideologiefragmente auch außerhalb des üblichen rechten Konsens weiter transportiert und salonfähig gemacht werden! Selbst wenn Sie aus wirtschaftlichen Gründen handeln, ist das in diesem Kontext hinfällig. Sie sind nämlich mit verantwortlich. Denn Blut-und-Boden Ideologie, Heidentum, Antisemitismus und Nationalsozialismus stehen nicht für die geistige und materielle Emanzipation aller Menschen.

Link zum Konzert am 26. März 2010 bzw. Informationen über die angekündigten Bands:
http://gleisdrei.blogsport.de/2010/03/11/erneut-nsbm-konzert-im-gleis-3-oder-wind/

Infokollektiv G3 / 16. März 2010

  1. www.blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=447303089&blogId=526538462 eingesehen am 16.03. 2010 Kopie liegt vor [zurück]
  2. http://gleisdrei.blogsport.de/chronik [zurück]

Erneut NSBM-Konzert im „Gleis 3“ oder „Wind“

Richtigstellung: Im Artikel wurde behauptet das „Absurd“ beim „Fireblade Force Festivals“ gespielt haben soll. Wir haben den Fehler korrigiert.

Am 26. März soll im „Event Club“ in Annaberg-B. die finnische Band „Horna“ auftreten, welche sich seit März 2010 auf Europa-Tour befindet.

Dass auch diese Band nicht harmlos ist, zeigt sich unter anderem darin, wie der Frontmann der Band auf die Frage nach seiner Meinung zum Nationalsozialismus bzw. zum NSBM geantwortet hat. “Auf einer ideellen Ebene funktioniert der Nationalsozialismus sehr gut…“ meinte er.

„Unterstützt bei der aktuellen Tour werden „Horna“ von der dänischen Band „Angantyr“. Auch der Frontmann dieser Band fiel in der Vergangenheit durch seine menschenverachtende und antisemitische Ideologie auf: In einem Interview auf seine Zukunftvisionen angesprochen, gab er zur Antwort, dass jeder sehen könne, wohin sich die Welt entwickle, “mit all den Juden-kontrollierten multirassischen multinationalen Firmen, die den letzten Tropfen reinen Blutes aus der Welt saugen”. Man habe jetzt dagegen aufzustehen.“1

Des weiteren sollen noch „Ofermod“, „Vorkreist“ „Blackshore“ und „Taake“ auftreten. Letztere ist unter anderem wegen der Äüßerung gegenüber eines Clubbesitzer als „Untermensch“ nicht nur umstritten. Zuvor am 20. März 2007 trat das Bandmitglied „Hoest“ in einem Essener Club mit einem auf die Brust gemalten Hakenkreuz auf.2 Bereits in der Vergangenheit wurden Konzerte mit “Horna“ abgesagt, nachdem die Veranstalter_innen über die Hintergründe der Band informiert wurden. Beim „Gleis 3“ und dessen Veranstaltern dürfte das jedenfalls nicht der Fall sein.

Inzwischen soll das Konzert im „Wind“ Zwönitz auf der Hartensteiner Str. 9 stattfinden.

Dass die Änderung der Location nur ein Fake ist, um den Focus vom „Gleis 3″ abzuwenden ist allerdings ebenfalls möglich. Aber auch Zwönitz ist schließlich für den Betreiber des „Gleis 3“ Björn Eichhorn nichts neues, denn dort hat er seine Firma “Mephistopheles Concerts/ Mephistopheles Productions”. Diese hat z.B. mehrere „Fireblade Force Festivals“ organisiert. Bei denen neben internationalen Black Metal Bands auch NSBM-Bands wie „Nachtfalke“ oder „Satanic Warmaster“ gespielt haben. Die auf dem „Wind“-Flyer angegebene Emailadresse ist die selbe wie im Impressum auf der Homepage des „Fireblade Force Festivals“. Egal ob das Konzert nun im „Gleis 3″ oder im „Wind“ stattfindet der/die Veranstalter bleiben die gleichen.

„Let’s have some fun, this beat is sic, I wanna take a ride on your disco stic“ – „Gleis 3“ abschalten! NSBM-Konzerte verhindern egal wo!

Infokollektiv G3

  1. http://fightfascism.wordpress.com/2010/03/08/extreme-rechte-bm-bands-horna-und-angantyr-auf-europa-tour/ [zurück]
  2. Fotographie des Konzerts in Essen [zurück]

„Aftershow“ im „Gleis 3″ nach dem Naziaufmarsch am 13.02.10 in Dresden

Auch Björn Eichhorn und Gestalten scheinen dem geschichtsrevisionistischem Spektakel in Dresden nicht uninteressiert gegenüberzustehen. So wird intern um „zahlreiches Erscheinen“ der „Stammgäste“ in Dresden gebeten.1 Am Abend läd er – quasi als Aftershow – in seine Lokalität nach Annaberg-Buchholz ein, in der sich der/die trauernde Demonstrant_in noch einen feucht-fröhlichen Abend machen kann. Geboten werden diesmal die NSBM-Band „T.H.O.R.“ und „Assfist“. T.H.O.R. bezeichnet ihre Musik als „Viking Metal“. Ihre CD „Vergeltung“ haben sie beim extrem rechten Label „PC-Records“ in Chemnitz veröffentlicht. Gespielt hat die Band unter anderem beim „Rock gegen Krieg“ bzw. „Rock für Deutschland“ am 21. Juni 2003 in Gera. Eine Neo-Naziveranstaltungen mit Festival-Charakter. Beginn ist wie immer 20.00 Uhr.

So put another dime in the jukebox, baby love rock n‘ roll – Nazimusik abschalten!

  1. Kopie des Blogs liegt vor [zurück]

Annaberg-B. Freitag 15. Januar 2010 20:00 Uhr Nazikonzert # 6

Wie vermutet hat es sich jetzt bestätigt, dass die russische NSBM-Band „Temnozor“ ihr Konzert im „Gleis 3″ stattfinden lässt.
Die Gruppe befindet sich gerade auf Europa-Tour. Die Musik bezeichnen sie selbst als „arischen Schlachtenlärm“ und setzen sich für die Verbreitung der „rassischen Hassbotschaft“ ein, um die Jugend zu erreichen und den „Kulturkampf“ zu fördern. Da ist doch das „Gleis 3″ der ideale „Eventclub“ damit dieses Konzert ebenfalls ungestört stattfinden kann. Wohl auch auf Grund der eindeutigen Ansagen sowie der Mitgliedschaft von „Temnozor“ bei der „Pagan Front“ – einer internationalen Vereinigung nationalsozialistisch orientierter Black Metal-Bands – wird dieses Konzert erneut nichtöffentlich von den Veranstaltern beworben. Dass die lokalen Behörden und Ämter (ähnlich wie vor kurzem in den Niederlanden) auf die Idee kommen unter anderem die Texte von „Temnozor“ zu überprüfen, ist zu bezweifeln.

„Causing a commotion“ – Nazikonzerte verhindern!

Infokollektiv G3 Januar 2010

A little less conversation, a little more action please!

Ursprünglich wurde das bis dahin eher wenig genutzte Gebäude, das heutige „Gleis 3“ im Herbst 2006 von einem Annaberger Gastronom gepachtet. Es begannen aufwendige Renovierungsarbeiten bis am 24.03.07 die Eröffnungsparty steigen konnte. Ab da an fanden regelmäßig Veranstaltungen – fast ausschließlich Disco – statt.
Laut Gewerbeverzeichnis sind seit Beginn 2009 Björn Eichhorn und Stev Lippold die neuen Betreiber. Der Name des Etablissements blieb der selbe, lediglich das Logo wurde überarbeitet.
Eine viel gravierendere Veränderung bestand allerdings im Charakter der Veranstaltungen. Seither gilt das „Gleis 3“ als Anlaufpunkt Nummer 1 in der Region wenn es um Metal, Black Metal, Gothic, Deathrock, Darkwave, Batcave, Mittelalter etc. geht. Am meisten wirbt der Club über die Internetplattform MySpace.com. Die eigentliche Internetseite gleis3-event.de wird eher stiefmütterlich verwaltet.
Was allerdings erst wirklich für Bekanntheit in der einschlägigen Szene sorgt, sind die konspirativen Konzerte, auf denen sogenannte NSBM (National Socialist Black Metal) Bands ihre heidnischen, rassistischen, antisemitischen und nationalsozialistischen Lieder „zum Besten geben“. Diese Veranstaltungen werden allerdings nicht öffentlich beworben, sondern eher „geheim“ übermittelt. Trotzdem oder gerade dadurch gelang dem „Gleis 3“ in der NSBM-Szene ein mindestens bundesweiter Bekanntheitsgrad.

Seit Mai 2009 weisen verschiedene Gruppen und Initiativen auf die rechten Veranstaltungen im „Gleis 3“ hin. Polizei und Staatsschutz unternahmen bisher allerdings noch nichts Ersichtliches.
Auf der Myspace-Seite des „Eventclubs“ wurde im vergangenem Jahr eine Stellungnahme gepostet. In dieser hat Baron Münchhausen anscheinend Regie geführt.

Fakt ist allerdings, dass im vergangenem Jahr mindestens 4 Konzerte mit NSBM-Bands stattfanden. (siehe Chronik)
Ob der NSBM-Gefolgschaft eine solch öffentliche Verleugnung gefällt, bleibt ungewiss.
Die Initiatoren hoffen anscheinend auf politisches Desinteresse und eigenmündige Inkompetenz ihrer sonstigen BesucherInnen. Diese Rechnung scheint aufzugehen. Eine vollkommen oberflächliche Auseinandersetzung mit bestehenden Kritikpunkten scheint hinreichend genug, um die erlebnisorientierte Besucherschaft zu vereinnahmen und die Rechtmäßigkeit und Unabdingbarkeit des „Eventclubs“ zu rechtfertigen. In dieser Hinsicht erscheint auch die Entwicklung der örtlich gegebenen unreflektierenden Jugendkulturen als besorgniserregend.
Anscheinend kann sich der „Club“ nicht konkret den Anschuldigungen verwehren, sodass die Rolle des von „ der Antifa eine Linksextremistische Gruppierung“ verleumdete Opfer als hinreichende Rechtfertigung dienen soll.
Es werden voraussichtlich auch in Zukunft NSBM-Konzerte stattfinden, da es bis jetzt seitens der Veranstalter nichts zu befürchten gibt.

Um diesen Zustand war es lange genug viel zu ruhig, Zeit eine Kampagne ins Leben zu rufen und offensiver gegen das Annaberger „Gleis 3″ vorzugehen!

In diesem Sinne:

Das „Gleis 3″ auf’s Abstellgleis, Nazikonzerte verhindern!

Infokollektiv G3 Januar 2010

NEW YEAR. OLD SHIT.

Wir dokumentieren einen Artikel von http://fightfascism.wordpress.com

NS-Blackmetal-Konzert im „Gleis 3″ / Annaberg-Buchholz

Eine innige Freundschaft dürfte Björn Eichhorn und Stev Lippold mit der NS-Blackmetal-Band „Leichenzug“ verbinden: In einem kurzen Zeitraum von nur einem halben Jahr soll die Band am 09. Jänner bereits zum dritten Mal bei einer von ihnen durchgeführten Veranstaltung auftreten. Im August 2009 spielten „Leichenzug“ und die ebenfalls neonazistische Band „Magog“ im von Eichhorn und Lippold betriebenen Metal-Club „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz, im Oktober trat die Gruppe bei dem von Eichhorn organisierten „Fireblade Force Festival“ in Lichtenstein (Sachsen) auf. Am 09. Jänner soll nun wieder ein Auftritt im „Gleis 3“ erfolgen. „Leichenzug“ ist nicht die einzige Neonazi-Band, die von den beiden Veranstaltern gefördert wird: Neben „Magog“, die nun ebenfalls bereits zum zweiten Mal im „Gleis 3“ spielen sollen, traten in den letzten Monaten u.a. auch die Gruppen „Sekhmet“, „Permafrost“, „Ahnenzorn“ und „Eugenik“ für Lippold/ Eichhorn auf.

Abgesehen von „Leichenzug“ und „Permafrost“ steht diesmal auch die Gruppe „Heldgard“ auf dem Programm. Diese dürfte sich ebenfalls im braunen Flügel der Black Metal-Szene bewegen, im Mai 2008 trat sie etwa gemeinsam mit „Annihilation 666“ und „Permafrost“ in Erfurt auf. Auf dem Cover eines Tonträgers, auf dem Leichenberge und germanische Runen zu sehen sind, wird gefordert: „Tötet sie alle!“ Ebenfalls im „Gleis 3“ dürfte noch im Jänner (vermutlich am 17. d.M.) ein Konzert der russischen Neonazi-Band „Temnozor“ stattfinden, das in einschlägigen Kreisen für „Mitteldeutschland“ angekündigt wird. Die Gruppe, die im Jänner eine Europa-Tour durchführt, bezeichnet ihre Musik selbst als „arischen Schlachtenlärm“ und setzt sich für die Verbreitung der „rassischen Hassbotschaft“ ein, um die Jugend zu erreichen und den „Kulturkampf“ zu fördern. Trotz dieser eindeutigen Ansage und der Mitgliedschaft bei der „Pagan Front“ – einer internationalen Vereinigung nationalsozialistisch orientierter Black Metal-Bands – leugnen die Veranstalter von „Temnozor“-Konzerten in vielen Fällen vehement die einschlägige Orientierung der Band.

Eichhorn und Lippold agieren bei der Organisation ihrer Konzerte mittlerweile sehr konspirativ – obwohl die bisherigen Veranstaltungen ohne Probleme durchgeführt werden konnten. Bei der Bewerbung des aktuellen Konzertes am 09. Jänner weisen sie darauf hin, dass Informationen nur an „vertrauenswürdige Personen“ weitergegeben werden dürfen und diese nicht in Foren gepostet werden sollen.